Gütesiegel Hochbegabung

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Unsere Schule hat seit dem Schuljahr 2009/2010 das Gütesiegel Hochbegabung..


Mit Beginn des Schuljahres 2009/2010 erhielt die Marxheimer Schule das Gütesiegel Hochbegabung. Die Gesamtkonferenz beschloss die Arbeitsschwerpunkte auf folgende Bereiche zu setzen:
- Anschaffung von Material zur Binnendifferenzierung und für die Arbeit in Fordergruppen
- Erweiterung des bisherigen Angebotes an Arbeitsgemeinschaften
- Elternberatung
- Einführung von Forderstunden in den Jahrgangsstufen
- Unterstützung des bilingualen Angebotes


Material zur Binnendifferenzierung und für die Arbeit in Fordergruppen:
Das Kollegium hat sich in einer Gesamtkonferenz Gedanken darüber gemacht, in welchen Bereichen die Hochleister besonders gefördert werden sollten und welche Materialien dafür geeignet wären. Daraufhin ist eine Auswahl an Denk- und Knobelspielen angeschafft worden, die dem Kollegium zum Einsatz im Unterricht bzw. für die Fordergruppen zur Verfügung steht.
Gleichzeitig wurde besprochen, welche Aussagen in den Forderplänen gemacht werden sollen. Angesprochen werden soll darin, die Leistungsschwerpunkte der Kinder und in welchen Bereichen sie noch weiter gefordert und unterstützt werden können.
Die Materialien haben sich besonders für den Einsatz in den Fordergruppen als sehr sinnvoll erwiesen und werden dort auch gerne genutzt. Zur Binnendifferenzierung sind sie dagegen nur bedingt geeignet, weil doch meistens eine Einweisung oder Erklärung notwendig ist. Es soll daher noch weiter nach geeigneteren Materialien für die Binnendifferenzierung gesucht werden.
Durch die zur Verfügung gestellten Geldmittel war es möglich, Kolleginnen für Forderstunden bzw. AG-Arbeit zusätzlich zu engagieren.

Erweiterung des bisherigen Angebotes an Arbeitsgemeinschaften:
Es werden folgende Arbeitsgemeinschaften zusätzlich angeboten:
- Schach-AG
- Französisch-AG
- Latein-AG
- Theater-AG
An diesen AG's haben im ersten Halbjahr 2011/2012 ca. 120 Kinder teilgenommen. Auch wenn einige Kinder an mehreren Gruppen teilgenommen haben, bedeutet dies bei einer Gesamtschülerzahl von 136 Schülern, dass mehr als 50% der Kinder das AG-Angebot nutzen.
Die hohe Teilnehmerzahl an den AG's zeigt, dass das AG-Angebot sehr gut angenommen wird.

Am Ende des Halbjahres wurde die AG-Teilnahme evaluiert. Dafür wurden zum einen die AG-Leiter nach ihren Erfahrungen befragt und auch die Kinder sollten ihren Eindruck aus der AG zurückmelden. Fragen waren unter anderem:
- Erwartungen an die AG
- Inhalte der AG
- Weitere Wünsche
- Gelerntes
Die Rückmeldungen der Kinder an die AG-Leiter waren überwiegend positiv. Die Kinder nehmen regelmäßig an den Gruppen teil und fragen häufig gegen Ende, ob die Gruppe nicht fortgesetzt werden kann.
Auch die AG-Leiter äußerten sich durchweg positiv und berichteten, dass die Kinder mit Freude mitgearbeitet und regelmäßig an der Gruppe teilgenommen haben.
Zu einem besonders spektakulären Abschluss kam die Theater-AG. Die Kinder dieser Gruppe haben ein ganzes Jahr lang zusammen gearbeitet, ein eigenes Stück erarbeitet und einstudiert, dass sie dann der Elternschaft und der Schule vorführten.

Im 2. Halbjahr 2011/2012 wird es erstmals möglich sein, in allen Jahrgangsstufen eine Forderstunde anzubieten. An dieser Kleingruppe nehmen die Kinder teil, die besonders herausgefordert werden möchten und Interesse an kniffligen Aufträgen und Arbeiten haben. Auch hier wird am Abschluss des Halbjahres eine Evaluation stattfinden.

Elternberatung
Eine Kollegin hat sich in Fortbildungen die Kompetenz angeeignet, Eltern in den Fragen die Hochbegabung betreffend zu beraten. In den letzten zwei Jahren hat ein hochleistendes Mädchen eine Klasse übersprungen. Gemeinsam mit der Schulpsychologin Frau Raif gab es im Vorfeld intensive Elterngespräche um den Wechsel in die nächsthöhere Klassenstufe vorzubereiten und zu begleiten. Dieses Mädchen hat den Wechsel gut gemeistert und besucht inzwischen das Gymnasium. In einem anderen Fall erschien ein Besuch der nächsthöheren Klassenstufe nicht angebracht, weil die soziale Reife fehlte und auch hier gab es intensive Elterngespräche. Dieses Mädchen ist in ihrer Klasse geblieben und erhält im Rahmen der Binnendifferenzierung zusätzliche Angebote.


Das Bilinguale Angebot
Das Bilinguale Angebot an der Marxheimer Schule richtet sich an alle Schüler, die Interesse und Freude daran haben, die englische Sprache bereits in der Grundschule zu erlernen. Der Unterricht wird hauptsächlich zusätzlich zum Regelunterricht erteilt, verlangt also von den Kindern eine hohe Motivation. Von daher sind viele hochleistende Kinder für dieses Angebot angemeldet worden. Die Kinder profitieren davon, dass Native Speaker diesen Unterricht abhalten. Die Evaluation bei Kindern und Eltern hat ergeben, dass es beiden Seiten sehr gut gefällt, dass der Unterricht sehr spielerisch abläuft. Die Kinder lernen mit viel Freude und erleben die zusätzlichen Anforderungen nicht als Belastung.

Insgesamt hat die Arbeit im Rahmen des Gütesiegels Hochbegabung uns ermöglicht, unser Profil noch klarer zu definieren. Die individuelle Förderung des einzelnen Kindes und die differenzierten Angebote sind ein wichtiger Bestandteil unserer schulischen Arbeit. Wir möchten uns auch in Zukunft in diese Richtung weiter entwickeln.